Move your ass & your mind will follow: Rund um die Kö 2026

Move your ass & your mind will follow: Rund um die Kö 2026

Man kann Düsseldorf in Bezug aufs Fahrrad vieles vorwerfen, aber in einem Punkt ist die Stadt wirklich Spitze: es gibt großartige Events rund ums Rad und zahlreiche Radtreffs in der Stadt, die unzählige Möglichkeiten für Touren unterschiedlichster Leistungsklassen und Spaßfaktoren anbieten. Hintergrund ist eine Community, die sich mal vernetzt und mal in Konkurrenz zueinander sieht und so das Level für alle hoch hält. Und über allem steht ein Event, dass 1968 zum ersten Mal stattfand und bis dato nur viermal ausgefallen ist: Rund um die Kö.  

In den letzten zehn Jahren haben wir uns mit Teilen des Mützen-Teams eingebracht und Mühe gegeben, nach bestem Wissen und Gewissen den Renntag auf der Königsallee aufzufrischen und - erweitert um zahlreiche Mitmach-Rennen - für ein größeres Publikum spannend zu machen. Man kann sicherlich darüber streiten, ob unser Programm die reine Lehre vertritt, aber das war nie unser Ansatz. Wir hatten von Beginn an zwei Schwerpunkte im Sinn: exklusive Frauenrennen und alles für den Nachwuchs. Darüber hinaus gab es Gründe, Dinge zu verändern. Ein Format wie das Fixed-Criterium liegt uns am Herzen, weil es das erste Rennen war, dass wir 2016 im Rahmen des Race am Rhein – Renntags in den traditionellen Ablauf einbringen konnten. Seit neun Jahren ist das Rennen nun bei Alex Life-is-a-Ride-Team in kompetenten Händen und einer der Klassiker unter den „neuen“ Rennformaten.

Wir stehen ernsthaft aufs Netzwerken, daher lag uns am Herzen, im Rahmen von Rund um die Kö eine Spielfläche für alle Radtreffs, Teams, WhatsApp- und Buddy-Gruppettos zu schaffen, das Wettbewerb mit Spaß kombiniert. Inspiriert vom Porno Al Forno Schlüssel Radsport-Team sind so die Düsseldorfer Stadtmeisterschaften entstanden, ein Rennen für 4-er Teams, die ähnlich der Bahnverfolgung auf beiden Seiten der Kö fahren und im K.o.-Modus gegeneinander antreten. Ein Format, dass exklusiv für die Infrastruktur auf der Kö geschaffen wurde, auf beiden Geraden ein Startplatz, die Zuschauer*innen im Innenraum behalten fast immer den Überblick.

Die Auslosung der ersten Rennpaarungen findet mittlerweile traditionell am Eröffnungsabend bei unserem Hauptsponsor sipgate statt, in diesem Jahr zum ersten Mal mit der Möglichkeit, Bonusmeter per Applaus-O-Meter zu machen. Braucht ihr einen Grund, um am Donnerstag zu sipgate zu kommen? Das ist er. Ein weiterer Grund ist, sich die aktuelle Dokumentation „Breakaway Femmes“ anzuschauen, die die ersten Ausgaben einer Tour de France für Frauen in den 80ern beleuchtet. Watch the Femmes! Eintritt? Kostenlos.

Und so kommen wir zu einem grundlegenden Thema: Kostenlos. Um einen Renntag in der Größenordnung zu realisieren, arbeitet eine beachtliche Crew an positiv Verrückten fast zwölf Monate immer hinter den Kulissen an der Umsetzung. Ein Selbstläufer ist das wahrlich nicht. Und keine Angst, wir haben alle richtige Jobs, mit denen wir unser Geld verdienen, Rund um die Kö machen wir einfach so. Für Nüsse. Oder nett formuliert: ehrenamtlich. Gerade bei uns von der Mütze denkt man, dass ein schlaues Konzept für richtig Asche sorgt, aber ich muss euch enttäuschen: wir haben bisher keine Lösung gefunden, wie wir unser Engagement bei den Events monetarisieren. Wir haben aber auch nicht wirklich danach gesucht. Weil wir wie alle im Team und bei so vielen anderen Veranstaltungen vor allem Überzeugungstäter*innen sind und uns Radsport, Düsseldorf, eine positive Atmosphäre, gute Menschen und tolle Events am Herzen liegen.

Natürlich ist das unser ganz eigenes Ding, darüber können wir uns nicht beklagen. Das gesamte Team ist cool, die Zusammenarbeit macht Spaß, wenn hoppelt kommt es meist von außen. Aber was uns mittlerweile auffällt: unsere Gesellschaft bröselt. Me First & the Gimme-Gimmes sind auf dem Vormarsch, man denkt gern an sich, die eigenen Bedürfnisse, klopft auch mal auf ne Schulter und kommt mal für halbe Stunde zum Gucken vorbei, wenn es in den Tagesablauf passt. Kann man das auch als Unterstützung verbuchen?

#supportyourlocalradrennen

Bitte nicht falsch verstehen, wir beschweren uns nicht. Aber wir machen eines ganz deutlich: Rund um die Kö ist bei aller Liebe kein Selbstläufer. Rund um die Kö wird langfristig bestehen, wenn ihr zeigt, dass es euch wichtig ist. Weil ihr am Straßenrand steht und die Fahrer*innen anfeuert, weil ihr selbst auf der Rennstrecke dabei seid oder weil ihr helft, am Morgen die Gitter abzuladen und Abend wieder aufzuladen. Weil ihr schätzt, dass sich ein paar Leute den Allerwertesten aufreißen, um einen großartigen Renntag auf der Königsallee zu realisieren. Wir machen das nicht, um uns selbst zu feiern, sondern wir machen das, um einmal im Jahr den ultimativen Tag für die lokale, aber auch weit darüberhinausgehende Radsportcommunity zu realisieren. Genau wie überall in NRW und in Deutschland viele Vereine und Personen Radrennen organisieren, um die Jugend zu fördern, den Spaß am schnellen Fahren zu vermitteln und zu zeigen, dass wir uns für den besten Sport der Welt begeistern.

Am Sonntagmorgen geht es auf der Kö um 5:00 Uhr los, einige haben fünf Stunden vorher aufgehört, weil sie im Vorfeld die ersten Zelte aufgebaut haben. So gegen 0:00 Uhr in der Nacht zu Montag hoffen wir, die Kö besenrein zu verlassen. Dazwischen liegt ein Tag, der hoffentlich unzähligen Menschen ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Ganz wichtig: meldet eure Kids an, damit sie den Zauber der Königsallee erleben. Uns haben Eltern erzählt, dass im Jahr zwei Termine für den Junior wichtig sind: Weihnachten und das Radrennen auf der Kö. Danach kommt der eigene Geburtstag.

Zeigt uns, dass es euch wichtig ist, dass es Rund um die Kö gibt. 

Wir sagen Danke an alle, die jedes Jahr aufs neue dafür sorgen, dass es lokale Veranstaltungen gibt. All ihr Gönner*innen, engagierte Fans, Macher*innen, Sponsorenx, Freunde und Partnerinnen. Ohne euch ging gar nix, zusammen geht alles.

Wir sehen uns am Sonntag. Größes #königsallez.

Hier könnt ihr euch oder eure Kids zu den Rennen anmelden.

Hier könnt ihr euch als Helfer*in anmelden.

← Older Post


0 comments

Leave a comment