Cyclingworld 2026 – The Sky Is The Limit
Wer noch immer daran zweifelt, welchen Stellenwert das Thema Fahrrad in der Gesellschaft hat, konnte sich bei einem Besuch im Areal Böhler mal kurz auf Linie bringen lassen. Wir waren wie immer mittendrin und mussten angesichts der Besucher*innen-Ströme am Samstag unseren Stand festhalten, um nicht im Strom fortgerissen zu werden. Doch keine Angst, wir waren stabil, hatten unseren Spaß und haben die Messe gerockt.
Bereits vor einigen Monaten konnte man erahnen, dass die Cyclingworld in diesem Jahr komplett durch die Decke gehen wird. Angesichts der Entwicklung der Eurobike in den Jahren seit ihrem Umzug nach Frankfurt entschieden sich zahlreiche Aussteller dazu, die Düsseldorfer Messe deutlich dicker in ihrem Jahreskalender 2026 zu markieren und die Standgrößen anzupassen. Parallel dazu schaffte das Team der Cyclingworld mehr Platz, so kam das RheinRiff als Erweiterung auf dem Areal Böhler hinzu und wurde Endless-Summer-surfende Heimat für einige Aussteller*innen.

Mitten in der Innenstadt lud der Urban Cycling Hub auf dem Gustaf-Gründgens-Platz Radinteressierte ohne Messebesuchsabsichten zu einem Bummel entlang der Radneuheiten 2026 ein. Wir haben ja in unserer etwas launigen Ankündigung der Cyclingworld beschrieben, wie wichtig die Sichtbarkeit des Themas Fahrrad in unseren Augen ist, um den Tatendrang in Sachen Mobilitätswandel zu erhöhen, damit Düsseldorf nicht sehenden Auges komplett den Anschluss an zeitgemäße Stadtentwicklung verpasst. Von daher geht der Daumen hoch beim Anliegen, die Messe auch in die Stadt zu tragen, Düsseldorf und seine Bewohner*innen können davon ebenso profitieren wie die Aussteller.
Unser Start in die 2026er Cyclingworld begann bereits mit der Planung im letzten Jahr. Der jährliche Anspruch, ein Heimspiel entsprechend zu feiern und zu würdigen, erfordert einiges an Vorbereitungen. Vieles davon wird anschließend einfach vergessen, sodass man, wie es sich für eine richtige Messe gehört, kurz vorher in komplette Stressattacken verfällt und alles auf den letzten Metern aus der Hüfte regelt. Im Idealfall gemeinsam mit den lieben Leuten, mit denen man zusammenarbeitet. (Big probs go out to Cicli Barco, now & again masters of stress resistance)
Stressfreie Improvisationskunst gehört bekanntlich nicht nur zum Jazz, sondern auch zur gehobenen Messevorbereitung. Daher sind wir bis zu einem ganz bestimmten Punkt auch immer relativ entspannt und gut gelaunt, unser Anliegen, uns im Rahmen der Messe von unserer besten Seite zu zeigen, gerät nur dann in Schieflage, wenn tausend gute und zweitausend weniger gute Gründe dafür sorgen, dass Planung Planung ist und Realität in anderen Bahnen abläuft. 2027: Check.

So ein bisschen aus der Hüfte ging es dann am Donnerstagabend mit einem gemeinsamen Ride mit Marco von Gravelbike Germany, David und Jonas, den Licht- und Glockenmachern von Knog und unseren spanischen Freunden von Orbea los: es gab helles Licht für alle, dazu die Option, eines der neue Orbea Terra zu fahren und eine Strecke von 52km mit einigen kleines Gimmicks. Die Mitfahrer*innen hatten bei der Rückkehr sichtlich Spaß, im Anschluss gab’s alkfreies Bier, Climaid und eine Kärcher-Session in der Mütze.
Übrigens: wer in den nächsten Tagen Lust of eine Testfahrt mit einem Orbea Terra hat: wir werden ein paar Testrides organisieren, zusammen mit Gravelbike Germany und Orbea. Mehr dazu auf dem grouprides.cc-Account von Orbea.
Am Freitagmorgen war die Mütze dann sowas wie ein Early-Hub-Messesatellit: Laden und Hof gut gefüllt mit einem internationalen Who-is-who der alternativen Radbubble, grenzenlose Radbegeisterung at it’s best, von Japan bis Skandinavien. Heimspiele sind dann besonders schön, wenn man die Welt zu Gast hat. Ich wäre gerne geblieben, hätte Hände geschüttelt, geplaudert und gefachsimpelt und mir Lob und Kritik zu unserem Laden angehört, aber unser Messestand benötigte die Zuwendung leider deutlich dringender.

Wenn es um das Thema viel Arbeit geht, so steckt die auch in unserer Radflotte, die wir in jedem Jahr für die Cyclingworld auf die Räder stellen. Unser Werkstattteam gibt jedes Jahr aufs Neue alles, um dem Heimspiel gerecht zu werden und mit einer Auswahl individueller Aufbauten aus dem schier unendlichen Mützen-Kosmos ins Areal Böhler zu ziehen. Natürlich gibt es auch hier im Vorfeld Gespräche, Ideen, Pläne und Zeitfenster, aber dazu gibt es dann auch parallel zahlreiche „Ich weiß echt nicht, was mit meinem Rad los ist, aber vielleicht könnt ihr mal kurz gucken, weil ich will eigentlich am Wochenende…“-Besuche in der Mütze, die den ein oder anderen Zeitplan niederstrecken.
Und weil das so ist, liegt es in der Natur von Messen, dass die Aufbauten erst auf den letzten Metern vorm Ziel stehen. Gut ist, wenn das trotzdem in einem positiv gestimmten Umfeld über die Bühne geht, ich bilde mir ein, dass man es den Rädern immer ansieht, ob der Vibe beim Aufbau stimmte oder halt auch nicht.

Mein persönliches 2026er Highlight ist unser brandneues Cicli Barco Mützen-Valsugana 2.0 in peaceful lilac, aufgebaut mit Campagnolos Super Record WRL 2x13fach und einem Hunt Carbon Laufradsatz mit 50mm hohen Felgen. Der Rahmen wurde dank der fabulösen Unterstützung von Andrea, Gianluca und des gesamten Barco-Teams in der Woche vor der Messe angeliefert, der Aufbau lief reibungslos. Der Rahmen kommt nun mit kompletter Integration, vorbereitet für alle elektrischen Gruppen, die Resonanz auf der Messe war super, selbst die Farbe, die sicherlich auch etwas polarisiert, bekam sehr viel Zuspruch. Vorbestellungen nehmen wir jetzt entgegen, das Kleinserienmodell in sechs Größen kommt, Custom-Geometrien sind natürlich möglich. Bevor jetzt Irritationen entstehen: das Modell 1.0 wird es weiterhin geben, hier sind auch mechanische Gruppen ohne Probleme möglich. Seitdem Gianluca Barco mit seiner Kooperation mit Dom Mason bei den DT Swiss Craft Bike Days den ersten Platz abgeräumt hat, hat man die italienische Edelschmiede in Deutschland auch deutlich mehr auf dem Schirm. Solltet ihr Lust auf einen ganz besonderes Rad haben, sprecht uns bitte an, wir organisieren die komplette Abwicklung.

Neben dem neuen Valsugana haben wir noch ein silbernes Barco Marconi, ebenfalls mit Campagnolo Super Record, gezeigt. Andrea von Cicli Barco hat sich nicht lumpen lassen und hat eine ordentliche Auswahl gezeigt, neben einem Piovan Zero mit INGRID Schaltgruppe für die geschotterten Wege noch ein Marconi British Race mit Dura Ace Gruppe und einen Lutz Rahmen mit Stahl-Carbon-Mix sowie ein Marconi aus Columbus Spirit mit XCR-Kontaktpunkten in blau, ebenfalls mit Dura Ace ausgestattet, dass Andrea beim Giro Del Basso Reno ausgeführt hat.
Die Kollegen der CNC-Schmiede INGRID aus Fossombrone nordöstlich von Siena haben nicht nur eine Schaltgruppe beigesteuert, sondern sie sind gleich mitgekommen und haben ihre CNC-Schätze selbst präsentiert. Ihre Antriebs- und Schaltungsparts begeistern einerseits durch klares lineares Design hart am Legostein, besondere Farbgebungen und beeindruckende Oberflächenstrukturen verpassen den Teilen, für die der Begriff Bikeporn erfunden wurde, einen ganz besonderen Look. In seiner Kombination aus technischem Design und kreativer Umsetzung sehr eigenständig, sehr smart.

Ein Schwerpunkt unserer Aufbauten für die Cyclingworld sind seit Jahren Räder auf der Basis der Rahmen unserer Freunde von Ritchey. In diesem Jahr haben wir mit dem Septimer ein Rad im Portfolio, dass einige erstaunte Blicke hervorrief: ein Ritchey aus Carbon. In erster Linie als All-Road-Rad mit einer Reifenfreiheit bis 48mm konzipiert, birgt es eine weitere Überraschung: als Breakaway lässt es sich einfach demontieren, halbieren und passt so inklusive der Laufräder in einen Koffer, der weder als Sperrgepäck aufgegeben werden muss noch nur Combi-kompatibel ist. Die perfekte Lösung für radbegeisterte digitale Nomaden und Weltenbummler. Foto folgt.

Dazu durften sich unsere Standbesucher*innen über weitere Ritcheys freuen: ein Outback Aurora, ein Montebello mit Allygn Diamond Rack, ein Ritchey Singlespeed/Bahnrahmenaufbau Garden City und ein RoadLogic. Njegoslav und Jeff aus der Ritchey-Crew hatten zudem einige neue Carbon-Teile aus der Superlogic-Serie dabei, die sicherlich ab sofort als hochwertige Austausch-Parts zahlreiche Bikes pimpen werden.
Mit Ritchey-Anbauteilen aufgebaut haben wir auch die zwei Rahmen von Brother Cycles in Kent, die auf unserem Stand zu sehen waren. Zum ersten Mal in Europa „in echt“ gab es die neue Farbe des Mehteh, Blue Lagoon gibt in der Kombi mit den bronzenen Decals ein sehr schickes, eigenständiges Bild ab, sehr gelungen. Dazu haben wir ein Brother Kepler mit Ritcheys Kyote-Lenker und silbernen Parts aufgebaut, dass mit seinem limitierten Brooks Blue Lug-B17, der polierten silbernen Shimano-Cues-Gruppe und vielen kleinen Details ein schmuckes Rad für Touren ins Umland abgibt. Ob Off-Road über Schotterpassagen oder durch die Stadt, ob mit kleinen Bike-Packing-Set-Up oder mit Frontträger ausgestattet, mit dem Aufbau haben wir ein vielseitiges Rad für alle Leser*innen der Heritage Post auf die Räder gestellt, die keine Probleme haben, Scheibenbremstechnik mit klassischer Optik und entspannter Sitzposition zu kombinieren.

Ein weiterer Prototyp, der aufgrund der schwarzen Lackierung erst auf den zweiten Blick auffiel, war die Neuauflage des Pelago Sibbo. Bisher gab es das Rad lediglich auf der Eurobike zu sehen, nur ein Prototyp ist verfügbar. Hier kommen Stahlrahmen mit Schutzblech und Gepäckträgermontagepunkten, Carbongabel, Shimanos GRX2x12fach und eine Reifenfreiheit von 45mm zusammen und ergeben ein All-Road-Rad, dass es in sechs Größen geben wird. Die zwei großen Ausgaben mit 62cm und 65cm werden sicherlich sehr viele große Menschen glücklich machen, die ein absolutes Workhorse für alle Einsätze suchen.
Unser Dropbar-Sortiment wurde noch durch ein U.P.PER. CONCE.PT (UDH) von Open mit SRAM Force abgerundet, dazu hatten wir unseren ewigen Dauerbrenner von Genesis, dass Croix de Fer 50, mit am Stand, um zu zeigen, dass nicht alle individuellen Räder individuell aufgebaut werden müssen.
Wirklich ausgefallen wurde es dann nochmal mit einem richtig schicken Cargo-Rad, dem Omnium in der Titanversion als Mützenaufbau der besonderen Art mit SRAM Schaltgruppe, allerlei Hope Tech-Parts, klappbarer Carbon-Ladefläche und handgebautem Carbon-Laufradsatz. Der Hingucker wurde ordentlich bestaunt, aber das größte Aha-Erlebnis gab es für alle, die mal anhoben. Dass ein komplettes Lastenrad mit Ladefläche so leicht sein kann, haben die wenigsten für möglich gehalten. Stilvoller kann man seine Güter nicht auf dem Rad transportieren. BTW: Dank an Jorrit für die Zusammenarbeit und den Kurierservice.

Wir hätten gerne noch mehr Fahrräder aus dem Mützen-Universum gezeigt, doch der Platz ist endlich, aber viele unserer Partner waren mit eigenen Ständen vor Ort, ob Orbea, Cannondale, Veloheld, dazu Muli mit ihrem Lastenrad aus Köln oder die belgischen Faltrad-Innovatoren von Ahooga.
Aber Mütze ist ja nicht nur Rad, Mütze ist auch alles drumrum. Wie im letzten Jahr hatten wir erneut Sean und Hannes mit dem Ciclovation-Sortiment bei uns zu Gast. Die kreativen und hochwertigen Lenkerbänder haben erneut zahlreiche Besucher*innen begeistert, dazu hat Sean auch ein erweitertes Sortiment um Lenkerendstopfen, farblich passenden Flaschenhaltern und viele andere Parts mitgebracht.

Dazu waren zwei unserer Bekleidungsmarken bei uns am Stand vertreten und haben ihre Produkte gezeigt. Charley Tysler von IRIS hat einen Einblick in die Sommerkollektion 2026 unserer Freundin Iris Slappendel gegeben und war am Samstagmorgen bei der Ausfahrt der Frauenbewegung Rennrad mit den Partnern IRIS, Hunt und Ergon dabei. Wir haben uns sehr über Charleys ersten Besuch in Düsseldorf gefreut und sind sicher, dass wir uns bald wiedersehen. Alex von Hunt Wheels hat uns mit einer Verpflegungsstation geholfen, Danke dafür.

John Wedlake von Albion Cycling war in den letzten zwei Jahren regelmäßig bei uns in der Mütze, ebenso wie mit Hunt, Brooks, ClimAid und Chimpanzee sind Albion auch Partner bei unserer Crossing Borders Runde. Daher hat es uns gefreut, Albion bei uns am Stand begrüßen zu dürfen. Am Freitag und Samstag wurde John von seinen Kollegen Jack Leddington und Graeme Raeburn begleitet, die nicht nur ihr Repair-Studio dabeihatten, um am Freitag und Samstag defekter Radbekleidung ein zweites Leben zu schenken, sondern auch eine Auswahl ihrer Jerseys, Jacken und Bibs zeigen konnten.

Wie im wirklichen Leben freut man sich auch auf der Messe über tolle Nachbarn, mit Cyclite und ihrem umfangreichen Taschensortiment auf der einen Seite, KASK mit Helmen und den Koo-Brillen auf der anderen Seite und wahoo sind wir in einem Umfeld von Marken, die alle Teil des Mützen-Sortiments sind und die wir mit Begeisterung verkaufen.
Als sich am Freitagabend um 18:00 Uhr die Hallentore zum ersten Mal für die Messebesucher*innen der Cyclingworld 2026 öffneten, mussten wir uns noch ein wenig um unseren Stand kümmern. Der Freitag ist gewohnt locker im Einstieg, aber unser kleiner zeitlicher Verzug im Laufe des Tages forderte etwas Tribut, die gute Laune kam dann aus lauter Verzweiflung erst mit leichter Verspätung. Auch dank der musikalischen Begleitung in Form von DJ Martin Schneider, der locker-groovig den Einstieg in die Messe begleitet. Für uns hätte das etwas lauter werden können, manchmal hilft der musikalische Vibe enorm, die Laune zu heben. Mein Tipp: Martins Mixcloud-Kanal, auf dem ihr euch das komplette Set geben könnt. Wir sind am Dienstag durch die Mütze getanzt, als wir uns das Set nochmal angehört haben.
Gute Laune satt gabs ebenfalls vis à vis bei unserem Freund Schorsch und seiner CYCLE4WATER-Crew, das alkoholfreie Bier aus der Dortmunder Bergmann-Brauerei floss gegen Spende pausenlos aus dem Zapfhahn und wir freuen uns darüber, als Unterstützer ein klein wenig zu diesem ganzen Konstrukt beitragen zu können.

Ab Freitagmittag hat Felix vom Gravelbike-Magazin beim Aufbau unseres Standes geholfen, am Abend hat er dann gemeinsam mit Tom und weiteren Kollegen bei uns am Stand das neue Abo-Modell des Magazins vorgestellt. Dazu moderierte er den Afrika-Talk am Samstagnachmittag in der Blogger Lounge, bei dem u.a. Schorsch von seiner Reise nach Kenia als Botschafter der WELLFAIR Foundation erzählt konnte. Hier komme ich mal kurz zu den verpassten Chancen: ich wäre am Samstagnachmittag gerne mit unseren Nachbarn von KASK sowie Andrea von Cicli Barco bei unserem gemeinsamen Giro Del Basso Reno mitgeradelt. Die Runde war gewohnt lässig, unsere Gäste durften sich erneut über einen Besuch auf dem Hof von Jannis von der Bäckerei Bulle freuen, wo Verpflegung, Kaffee und leckere Drinks unserer Freunde von ClimAid die Kalorienspeicher wieder auffüllten.
Ursprünglich hätte ich mich gern fotokopiert, um zeitgleich die Blogger Lounge besuchen zu können, aber am Ende ging halt gar nix und die Menge an Besucher*innen, die sich ab Samstagmorgen in einem endlosen Strom über unseren Stand schoben, ließen mir keinen Spielraum in Sachen Ablenkung. Überhaupt muss ich gestehen, dass ich wenig Zeit gefunden habe, unsere Partner und Kollegen in anderen Hallen zu besuchen. Ein kurzer Schnack hier, eine Minute dort, ein heißer Shot am Porsche im RheinRiff, ziemlich dürftig für jemanden, der eigentlich gerne etwas fundiertes zur Messe geschrieben hätte.

Den Messe-Samstagabend verbringe ich bekanntlich sehr gerne vorm Rigatoni & Riesling, dieses Jahr zum zweiten Mal. Ein wenig plagt mich dann immer mein schlechtes Gewissen, immerhin bin ich ja dafür verantwortlich, dass der Laden so voll ist. Und wenn man so nach 7,5 Stunden Messe Bock auf eine Nudel, ein Kaltgetränk, angenehme Gespräche und eine großartige Community hat, denkt man im März noch eher an drinnen statt draußen. Ich kann jedoch nicht behaupten, dass wir draußen keinen Spaß hatten, unsere #stayoutsideforlonger-Gruppe um Schorsch und die CYCLE4WATER- und Wellfair-Supporter*innen strahlte so viel Wärme aus, dass die rustikalen Temperaturen draußen irgendwann egal waren. Auch ohne Alkohol wirds richtig schräg, wenn Carsten mit C aus Iserlohn Carsten mit C aus Iserlohn vorgestellt wird. BTW: In diesem Jahr hatte ich nicht mal ein rotes Bändchen, aber das hat dann später niemand mehr gemerkt, irgendwann durften wir rein und konnten uns setzen. Prost.

Am Sonntagmorgen wartete dann nochmals die volle Breitseite auf uns: eine ausverkaufte Klassikerausfahrt unter der Leitung von Volker, eine halbe Stunde später der Gravelride mit Albion, Orbea und Ritchey. Bei dem hab ich mich dann einfach ins Orga-Team geschmuggelt, um mal eben den Chef zu geben und zumindest eine der zwei Gruppen in Aufruhr zu versetzen.

Wir hatten mit unserer kleinen Reisegruppe unter der Leitung von Andi und Felix viel Spaß, auch angesichts der Tatsache, dass unsere importierten Hindernisse wie der original Sauerländer Baum perfekt platziert waren. Ein großes Dankeschön an den Mitfahrer, der sich zum Ende bei mir bedankt hat, weil ihm das wichtig war. Wir müssen kein „fishing for compliments“ betreiben, weil wir sehr oft hören, dass wir gute Dinge machen, aber trotzdem tut es gut, wenn mal jemand sieht und aufzählt, was bei so einer Runde alles zur Orga gehört. Und dass wir im Rahmen der Messe ja sicherlich auch sonst ganz gut zu tun haben.

In dem Zusammenhang kann man gar nicht oft genug unsere ganzen Unterstützer*innen vom Wochenende nennen, die im Vorfeld, beim Aufbau, bei den Rides und beim Abbau mit helfenden Händen, mit Rat und Tat am Start waren. Ohne euch würde das alles nicht funktionieren. Mit euch funktioniert es nicht nur, sondern wird zu was Besonderem. Danke.
Und dann müssen wir uns jedes Jahr aufs Neue beim Team der Cyclingworld bedanken. Für eine großartige Messe und dafür, dass sie Düsseldorf auf eine internationale Karte der Städte setzen, die eine Bedeutung fürs Fahrrad haben. Die Fahrradbranche ist weit entfernt davon, Ort ewiger Glückseligkeit zu sein, es gibt zahlreiche Themen, die diskutiert gehören. Man muss sich fragen, ob die Form des technischen Wettbewerbs, den es aktuell gibt, wirklich zum Wohle der Verbraucher passiert oder ob man manchmal versäumt, Probleme und Lösungen zu definieren und zu kommunizieren. Höher, schneller, weiter sollte nicht der Anspruch sein, wenn wir Menschen vom Fahrrad begeistern möchten, sind oft andere Parameter gefragt. Die Cyclingworld zeigt, dass man Menschen in einem positiv aufgeladenen Umfeld wunderbar abholen kann, das Interesse ist groß. Es liegt an uns allen, uns zu fragen, was wir kommunizieren wollen. Weniger ist manchmal mehr.
Wir freuen uns auf 2027.
Eure Mütze

Kerstins Bilder vom Stand
Kerstins Rundgang
Women in Cycling
Joels Pre-Open Orbea Ride Galerie | (C) Joel Kaumanns / Klub Karacho
Frauenbewegung Rennrad
Joels Giro Del Basso Reno | (C) Joel Kaumanns / Klub Karacho
Kerstins Giro Del Basso Reno
Klassikerausfahrt
Joel Schotter, Kies & Moos | (C) Joel Kaumanns / Klub Karacho
Kerstin Schotter, Kies & Moos
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