Wenn die Mütze eine Reise tut…

…dann kann sie was erzählen.

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Wenn sich fast das gesamte Team der Mütze auf unterschiedlichen Wegen in Richtung Bella Italia aufmacht, dann gibt es Geschichten satt. Ein Grund für uns, mal die Blogmaschine anzuwerfen und euch ein wenig von unserem Ausflug zur L’Eroica 2015 ins beschauliche Gaiole zu berichten.

 

Die Fraktion “Dicke Hose” hat am gestrigen Ruhepausentag auf dem Zwischenstopp von unserem schönen Düsseldorf in die Toskana die Beine nicht geschont und stattdessen mal richtig einen rausgehauen: kaum sitzen die drei einen Tag im Auto, muss danach der Passo dello Stelvio dran glauben. Damit keiner auf die Idee kommt, hier wird Urlaub gemacht und Faulenzen groß geschrieben. Komischerweise sieht die Angelegenheit trotzdem nach großem Spaß aus, getreu unserem Motto “Lächle, du Sau!”

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Wir von der gediegenen Fraktion “Genuss ohne Leiden” haben den ersten Tag locker und entspannt in Magreglio verbracht, dem Radsportwallfahrtsort in Italien. Der Morgen begann spät mit einer 100 Meter langen Bergauf-Einrolleinheit vom Apartmento Bellagio Ghisallo direkt über Giovanni Cermenatis Holzfelgenmanufaktur bis zur Kapelle der Schutzpatronin aller RennradfahrerInnen, der Madonna del Ghisallo. Dort trafen wir uns mit einigen Helden der lokalen italienischen Radsportgeschichte, um ein paar Bilder zu machen. Die Herren waren zwar etwas steif, die Ergebnisse der Fotosession können sich jedoch, wie wir finden, sehen lassen.

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Anschließend ging es ein paar Meter runter zum Comer See. Ein Bummel durch die Altstadt von Bellagio mit den L’Eroica-Boliden an der Hand, zwei Portionen Pasta und zwei gute Espressi auf der Terrasse des örtlichen ChiChi-Restaurants , danach der Heimweg über den gebenedeiten Radsportboden etlicher Lombardeirundfahrten, den Anstieg hoch zurück nach Magreglio. Zehn Kilometer bergauf mit stellenweise 14% Steigung können schließlich auch enorm viel Spaß machen, vor allem, wenn man oben angelangt ist.

Spiegel klein

Und da wir schon mal hier sind, konnten wir uns den Besuch im Radsportmuseum neben der Kapelle nicht entgehen lassen. Originalmaschinen von Coppi, Bartali, Merckx und Co. lassen das Herz aller Radsportnerds höher schlagen, die größte vorstellbare Sammlung pinkfarbener Trikots fällt da kaum noch auf.

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Der Tag endete mit einem skurrilen Abendessen im Nachbarort und der Erkenntnis, dass wahrscheinlich nicht jeder Oscar in der Kategorie “Beste Maske” auf harter Arbeit beruht.

Jetzt besuchen wir noch Giovanni, Antonio und Hugo Cermenati, danach geht es weiter Richtung Gaiole, dort warten im Umland von Siena zwei Häuser auf uns und unsere Räder. Und wenn am Tag etwas passiert und wir heute Abend Lust und Zeit haben, gibt es weitere Geschichten von unserem Ausflug zur diesjährigen L’Eroica zu lesen.

Carsten Wien, Dienstag, 29.09.2015

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