Was du schon immer über das Gravelbike wissen wolltest, aber bisher nicht zu fragen wagtest…

Manchmal werden Dinge erfunden, die so selbstverständlich wirken, dass man sich fragt, warum sie nicht schon immer da waren. Manche dieser Dinge werden zu Trends. Oder zu Hypes. Und sind dann irgendwann wieder komplett verschwunden. Oder sie bleiben. Weil die Idee so gut ist, dass sie einfach bleiben muss. Das Gravelbike ist eine solche Idee. Es wird bleiben.

Gib dem Baby einen Namen

Was ist denn nun ein Gravelbike? Kurz gesagt – ein sportliches und geländetaugliches Rad mit Rennbügel. Seit vielen Jahren in der Urform als Crosser, All-Terrain- oder Adventure-Bike in der Nische zuhause, rollte der Tausendsassa erst richtig los, nachdem er in den USA dank heimischer Rennen den griffigen Namen Gravelbike verpasst bekam. Natürlich kam umgehend die Frage, was denn nun so neu und anders sei an diesem Rad, schließlich gibt es die Radgattung Crosser seit Jahrzehnten. Dieser hat ein hohes Tretlager, kurzes Oberrohr und kurzen Radstand und ist somit ein wendiges, agiles Gefährt, dessen Geometrie für den Einsatz auf kleinen verwinkelten und Hindernis-gespickten Rennkursen mit ruppigem Geläuf optimiert ist. Agil darf in dem Zusammenhang auch gern mal als nervös übersetzt werden und ist somit gegenläufig zur Laufruhe, die zum Beispiel ein Reiserad mit langem Radstand bietet. Ein gutes Gravelbike kombiniert die Geländetauglichkeit des Crossers mit der Laufruhe des Reiserads und dem Handling und Komfort eines Langstreckenrenners.  Welche Ausprägung stärker in den Fokus rückt, hängt von der Geometrie und der Kombination von Anbauteilen zusammen, vom OffRoad-Boliden mit breiten Stollenreifen über das sportliche Reiserad für jedes Terrain bis hin zum alltagstauglichen Pendlertraum mit Dropbar sind die Übergänge nahtlos und die Modelle und Konzepte so zahlreich wie die Anwendungsmöglichkeiten.

Und wer hat’s erfunden?

Als die Engländer von Genesis Bikes vor mehr als zehn Jahren mit dem Croix de Fer ein Rad auf den Markt brachten, dass Rennlenker, Scheibenbremsen und breitere Reifen vereinte, erfand man keinen grundsätzlich neuen Radtyp. MTB-Vordenker und Erfinder Tom Ritchey hat auf die siebziger Jahre zurückgeschaut, als er als junger Mann mit einer Crew Radbegeisterter rund um seinen Mentor Jobst Brandt auf Rennrädern die staubigen Pisten abseits der Highways Kaliforniens eroberte und damit sicherlich nicht allein war. Man griff bewusst oder unbewusst auf Ideen zurück, die französische Radsportler um 1900 im Wintertraining etablierten: mit dem Rad über Stock und Stein, notfalls auch so im Tragemodus. Der Ursprung der Cyclocross-Rennen. Auf deutsch Querfeldein-Rennen, schwyzerdütsch Radquer, in den Siebzigern Dank Klaus-Peter Thaler und Rolf Wolfshohl gern gesehener Spaß in der sonntäglichen ZDF-Sportreportage. Nicht vergessen darf man beim historischen Blick den Amerikaner John Tomac. Das Allround-Radtalent hüpfte vom BMX-Rad auf den Renner, schwang sich auf die Downhill-Maschine oder den Crosser, war in allen Disziplinen erfolgreich und hatte 1989 keinerlei Hemmungen, eine Federgabel und einen Rennlenker an seinen Downhill-Boliden zu schrauben.

Scheibe, Reifen, Luftdruck, Dichtmilch – mehr als eine Wahrheit

Ordentlich Schwung bekam die Entwicklung des Gravelbikes durch die Integration der Scheibenbremse in sportliche, leichte Räder. Im Gegensatz zur Cantilever-Bremse der Crosser bietet sie unter nahezu allen Wetterbedingungen gleichbleibende Bremswirkung sowie die Option, deutlich breitere Reifen als mit herkömmlichen Felgenbremsen zu fahren. Die vorhandene Bremskraft kann Dank größerer Auflagefläche der 35 bis 50mm breiten Reifen besser auf die Straße oder den sonstigen Untergrund gebracht werden.

Apropos Reifen: Unzählige Diskussionen hart an der Kante zu Glaubenskriegen beschäftigen sich in den sozialen Netzwerken mit dem perfekten Luftdruck, der dichtesten Dichtmilch, der einzig wahren Reifengröße, den slickesten Tire-Brands und der zuverlässigsten lochverstopfenden Salami. Ergebnis: jeder empfiehlt mit voller Überzeugung, was er/sie selbst fährt. Amüsant zu lesen, aber nicht immer zielführend. Geringer Rollwiderstand, gute Pannensicherheit, massiver Grip und vernünftige Lebensdauer stehen sich bei Reifen oft gegenüber, was in der Natur der Sache liegt. Pragmatismus und eigene Erfahrungen helfen, den jeweils besten Kompromiss für die eigenen Anforderungen zu finden. Um am Ende festzustellen, dass vieles fahrbar ist, gleichgültig ob mit oder ohne Schlauch.

Das sieht aber leicht aus – Material und Gewicht

So populär der Begriff Gravelbike derzeit ist, so unterschiedlich sind die Ideen, die dahinter stehen. Während der Pendler zukünftig sein Auto stehen lassen und die 14 Kilometer Arbeitsweg mit Muskelkraft zurücklegen möchte, geht es bei der Abenteurerin um mehrtägige Ausflüge über unbefestigte Wege mit leichtem Gepäck. Der Rad-Wanderer hat Zelt, Schlafsack und Kaffeekocher immer dabei, während die Ausdauersportlerin schnell die nähere Umgebung erkunden und sich nicht von den unterschiedlichen Beschaffenheiten des Wegs aufhalten lassen möchte.

Diesen Anforderungen stehen mit Carbon, Stahl, Titan und Aluminium vier Rahmenmaterialien mit unterschiedliche Eigenschaften gegenüber. Pauschalaussagen ist zu misstrauen, die Formeln Aluminium ist leicht, Carbon ist leichter, Stahl ist schwer und Titan irgendwo dazwischen haben auf ein Rad als Ganzes betrachtet wenig Aussagekraft. Eine Gleichung, die generell in die Hose geht, kann man aber schon festzurren: Leicht, billig und haltbar lassen sich schwer vereinbaren, wenn das Rad dann noch schön aussehen soll, wird es nahezu unmöglich.

Wie leicht dann leicht ist, wenn es um ein Gravelbike geht, ist eine weitere Frage, die ins Spiel kommt. Der reduzierte, sportliche Stahl-OffRoader von weniger als 9kg gegen den hochpreisigen Carbon-Gravelracer mit allerlei Ösen, der deutlich teurer, aber nicht leichter ist – wer ist hier der Gewinner? Nicht unterschätzt werden sollte die sogenannte obere Hälfte, der Mensch auf dem Rad. Der prozentuale Anteil des Gewichtsunterschieds eines Rads sinkt rapide, wenn das eigene Gewicht, die Satteltaschen und alles, was transportiert werden soll, addiert. Manchmal machen 800Gramm mehr Sinn, weil Stabilität auch ein Aspekt ist.

Wandstärken bis hinab zu 0,5mm bei Stahl lassen erahnen, wie hochfest Legierungen sein müssen, um dauerhaft zuverlässig den unterschiedlichsten Anforderungen zu trotzen, vom schwungvollem Ritt über unwegsames Gelände bis zur Kollision mit dem in Zeitlupe fallenden 25kg Hollandrad im Fahrradständer warten beizeiten die seltsamsten Prüfungen auf unsere Räder. Ein Kratzer im Stahl oder eine Macke im Carbon haben deutlich unterschiedliche Auswirkungen auf die Lebensdauer des Traumrads. Montagepunkte für Lowrider und Gepäckträger müssen nicht nur vorhanden, sondern auch stabil verankert sein, Kräfte von 20kg Gepäck, die dauerhaft an einer M5-Gewindehülse rütteln, sollten nicht unterschätzt werden.

Das fährt sich aber toll – die Geometrie in Theorie und Praxis

Verglichen mit klassischen Rennern fährt sich die Mehrzahl der Gravelbikes deutlich entspannter. Verantwortlich dafür ist unter anderem ein längeres Steuerrohr, das allzu ausgeprägte Überhöhungen vermeidet. Mit ein paar zusätzlichen Spacern unter dem Vorbau ist sichergestellt, dass der Wunsch nach einer sportlichen Sitzposition parallel zu den Erfahrungen mit Rennbügel umgesetzt werden kann. Viele Einsteiger/innen haben Bedenken, weil der Rennlenker mit unbequemen Sitzpositionen assoziiert wird, doch das Gegenteil ist der Fall. Verschiedene Haltepunkte am Lenker lassen immer neue Sitzpositionen zu. Eine Eigenschaft, die sich gerade auf langen Touren positiv bemerkbar macht, den Körper beweglich hält und vor Ermüdungserscheinungen schützt.

Oft entstehen Fragen, weil zwei Rahmengrößen in Frage kommen. Hier bedarf es vernünftiger Beratung, weil nicht nur Körpermaße, sondern auch Anwendungsgebiet, Beweglichkeit und Proportionen Faktoren sind, die Rahmengrößen bestimmen helfen. Faustformeln bieten Ansatzpunkte, ebenso die Größenangaben der Hersteller, aber sind weit entfernt von Grundsatzentscheidungen. Wir empfehlen gerne, auf sich selbst zu hören und mal befreit auf ein Rad zu steigen, um sich selbst zu fragen, was sich gut anfühlt, gefällt und Spaß macht. Zusätzliche Veränderungen von Lenker, Vorbaulänge und Sattelstütze geben immer Optionen, Rahmen entlang der anatomischen Voraussetzungen zu optimieren, passen sollte er schon vorher. Professionelle Bikefitter geben gerne weitere Hilfestellung, wenn es um Beschwerden oder Optimierung der Sitzposition geht.

Schotterräder in der Mütze

In Deutschland ist der Dauerbrenner Croix de Fer der Briten von Genesis noch immer ein Geheimtipp. Wie erfolgreich das Rad international ist, lässt sich angesichts der unzähligen Versionen ermessen, die verfügbar sind. In der Urversion als Stahlrad, gepimpt mit erhältlicher Carbongabel, als Titanrad, in Aluminium unter dem Namen CDA, als moderne Variante unter dem Namen Fugio oder in sportlicher Ausrichtung in Carbon unter dem Namen Datum. Gemein ist allen, dass sie auf vielfältigen Untergründen eine gute Figur abgeben und mit wenig Aufwand entsprechend der persönlichen Vorlieben angepasst werden können.

Während im Croix de Fer – Geburtsjahr 2009 Räder mit Rennlenker eher auf 23mm breiten, Dackelschneider genannten profillosen Slicks auf Asphalt unterwegs waren, bekam das CdF seinerzeit 35mm breite Reifen verpasst. Der englische, etwas sperrige Slogan “Drop bars don’t always mean tarmac. ‘Normal riding’ shouldn’t be a definition of accepted limits.” zeigte sofort, wohin die Reise gehen sollte: nach überall. Das nahm mit Vin Cox auch ein abenteuerfreudiger Brite 2010 zum Anlass, um mit dem Croix de Fer die Welt in damaliger Weltrekordzeit zu umrunden. Auch mit einem Rad, das als Pionier einer ganzen Bewegung gilt, keine Selbstverständlichkeit. Aber ein Zeichen dafür, dass sportlicher Erfolg und Alltagstauglichkeit sich nicht ausschließen.

In den letzten zehn Jahren hat das Croix de Fer unzählige kleine Änderungen und Verbesserungen erfahren, die gestiegene Nachfrage nach der Radgattung als solches war dann auch Hintergrund für eine noch etwas entspanntere Sitzposition, die entsprechend aufgebaut auch Einsteigern in den Bereich Gravelbike vom ersten Moment an viel Spaß macht. Selbst die ersten Meter auf unserem Hof haben hier unzählige breit grinsende Gesichter erzeugt, ein Umstand, der sicherlich ein großes Kompliment für diesen Dauerbrenner unter den Gravelbikes ist.

Mit dem grünen Outback V2 von Ritchey ist ab sofort ein hochwertiges und leichtes Stahl-Rahmenset mit Carbongabel erhältlich, dass in seiner Vielfalt dem Croix de Fer in Nichts nachsteht. Geometrie und Rahmenabmessungen erlauben die Verwendung von verschiedenen Laufradgrößen, ob 650B mit wirklich breiten Pellen oder 700C für die schnellen Reifen für die Straße ist alles machbar. Allerlei Ösen für Schutzbleche, Gepäckträger, Flaschenhalter am Rahmen und Anycages an der leichten Carbongabel erlauben umfangreiche Gepäckausstattung. Das Outback ist sowohl für sportliche OffRoad-Einsätze wie für ausgedehnten Radreisen mit Gepäck bestens gerüstet.

Ritcheys zweites Radmodell für Gravelbegeisterte ist mit dem Swiss Cross ein modifizierter Klassiker der Cross-Rennserie. Die Geometrie des ursprünglich wettbewerbstauglichen Crossers wurde in den letzten Jahren etwas entspannt, Ergebnis ist eine wunderbar ausgewogene leichte Spaßmaschine, die als Rennrad für alle Gelegenheiten aufgebaut werden kann, sich aber ebenso als schneller Flitzer für unwegsames Gelände eignet. Der Rahmen mit Carbongabel fasst 40mm breite Reifen, verzichtet auf alle Anlötsockel und ist ein Beispiel dafür, wie agil, leicht, sportlich und komfortabel heute Räder aus Stahl sein können.

Ebenfalls auf der sportlichen Seite der Allrounder steht die kreative und visionäre Marke Open. Als erste zogen sie antriebsseitig die Kettenstrebe tiefer, was den Rahmen ein sehr eigenständiges Design gab. Die leichten und geschmackvollen Carbonrahmen der Entwickler Andy Kessler und Gerard Vroomen sind für alle Einsatzzwecke zwischen Rennrad und Schottersportler gedacht, unterschiedlichste Laufradgrößen wie 650B und 700C lassen in Verbindung mit entsprechenden Reifen unzählige Aufbauvariationen zu. Das Wide ist die bisher sportlichste und leichteste Interpretation eines Renners für das wirklich ganz grobe Geläuf, das einigen MTBs auf ihren Hausstrecken Angst machen kann.

Wer zu Titan greifen möchte, findet neben dem Croix de Fer Ti unter anderem die Option Moots bei uns in der Mütze. Das US-Unternehmen ist eine der renommiertesten und erfahrensten Schmieden, wenn es um die Verarbeitung des Edelmetalls geht.

Mit Veloheld kommt in diesem Sommer eine weitere Firma mit einem Titan-Graveller. Die Dresdener bringen demnächst ein Rahmenset in zeitloser, mattsilberner Oberfläche, dieses basiert auf dem erfolgreichen IconX, dem hauseigenen Gravelbike-Dauerbrenner, das in den unterschiedlichsten Aufbauvarianten für alle Anwendungen spezifiziert werden kann.

Ebenfalls aus Deutschland kommt die Kölner Marke Bombtrack, eine Tochter des BMX-Riesen We Make Things aka Cologne Bicyle Group. Ursprünglich mit zumindest einem Bein im Fixed-Gear-Rennzirkus, so haben in den letzten Jahren die Bikepacking- und Schotterrenner deutlich die Oberhand im Markenportfolio. Bombtrack verwischen mit ihrem Sortiment der Stahl-Allroader, Carbonboliden und Monster-Crosser die Grenzen zwischen den Off-Road-Gattungen bis hin zum ganz groben Geläuf.

Zwei Marken aus den USA, die bereits seit Jahren MTB und Drop-Bar wild kreuzen und somit zu den Urvätern der US Gravelszene gezählt werden müssen, sind Salsa und Surly. Angesichts der endlosen amerikanischen Staubpisten wenig verwunderlich, dass sich dort dank Gravel-Rennen und -Gran Fondos wie Grinduro, Dirty Kanza oder Barry Roubaix eine unkonventionelle Szene mit so viel Spaß und Leidenschaft formierte, dass deren Entwicklung auch zum Motor für die europäische Gravelcommunity wurde.

In Europa laden Events wie Tuscany Trail, Pathfinder, Smugglers Path, Dirty Boar, Grenzstein-Trophy und viele andere mehr die Freizeitfahrer/innen, während Rennen wie das Transcontinental Race oder das Atlas Mountain Race bei aller Selbstversorger-Mentalität schon semi-professionellen Einsatz fordern. Die Szene wächst, selbst ehemalige Profis steigen in den unkonventionellen Radzirkus der Langstreckenbezwinger/innen ein. Für Furore weit über die üblichen Kreise hinaus sorgte der Sieg der Heidelbergerin Fiona Kolbinger bei der 2019er Ausgabe des Transcontinental, ein Sieg der hoffentlich mehr Frauen motiviert, sich dem schönsten Sport der Welt zu widmen.

Das Gravelbike hat in den letzten Jahren unzählige weitere kleine und große Unternehmen begeistert, die mit Spaß, Kreativität und Kompetenz alle Schnittstellen zwischen Rennrad, Crosser, MTB und Randonneur abgedeckt haben, mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung. In der Mütze runden wir unser Gravelbike-Sortiment gerne mit den Marken All City, Soma, Rondo, Saracen, Ridley, Look, Pelago oder Cinelli ab und können so sicherlich für alle Einsatzmöglichkeiten das richtige Rad anbieten.

Und warum braucht man ein Gravelbike?

Das Gravelbike bringt uns von der eigenen Haustür in die Natur des Umlands, ohne Umwege. Wir können für eine gewisse Zeit dem Autoverkehr der Strassen entkommen, Wirtschafts- und Schotterwege, Waldautobahnen und Singletrails erobern. Natürlich immer mit Rücksicht auf all die anderen, die sich genau wie wir über diese Rückzugsmöglichkeiten freuen.

Das Gravelbike löst Grenzen auf. Es ist das Rad, mit dem man alles machen kann. Kaum langsamer als der reinrassige Renner, kaum weniger agil als der Crosser, kaum weniger alltagstauglich als das Trekkingbike und nicht weniger langstreckentauglich als das Reiserad. Es ist das Schweizer Taschenmesser unter den Fahrrädern. Tom Ritcheys „One for all“, eines für alles.

Das Fahrrad, dass jeder haben sollte.

The lighthouse, an interview with Tom Ritchey from ryan le garrec on Vimeo.