Somewhere between Heaven & Hell – Eine Sonntagsrunde der besonderen Art

Ihr kennt diese Sonntage, an denen es nicht aufhört zu schütten, an denen nichts einfacher ist als zu sagen “…das spar ich mir heute…”. Wenn man trotzdem aufs Rad steigt, an jedem Anstieg der Straßenrand zum Bach wird, die Fontäne vom Vorderrad ins Gesicht spritzt und irgendwann alles klamm und kalt ist, dann weiß man immerhin, dass man lebt. So ein Sonntag war der letzte Sonntag. Schlimm. Hölle.

Sollte ich aufgefordert werden, richtig mieses Dreckswetter zu definieren, dann würde ich immer sowas wie 3° Celsius in Verbindung mit Dauerregen nennen. Der “Day in hell” kam nah dran, die geschenkten 2° mehr haben sich kaum bemerkbar gemacht. Schon gar nicht in Verbindung mit unserem quälenden Schmuckstück von Strecke, dass hundertelf Kilometer mit knapp zweitausend Höhenmetern auf unzähligen fiesen Rampen und Anstiegen vereint. Es tat weh.

“Das ist die Art von Gewalt die wir sehn wolln
Wenn auch nicht spürn wolln…” (aus: Los Paul, Trio)

Okay, wenn die Profis klatschnass und schlammbesudelt ins Velodrom von Roubaix einrollen, wirkt das herrlich episch. Aber wenn man sich selbst den Allerwertesten im Dauerregen bei 5° Celsius abfriert, kann das zwischendurch mal recht ernüchternd sein. Aber es erdet auch ungemein. Und am nächsten Tag, wenn Hände und Füße wieder zum Rest des Körpers gehören und die Beine zwar dick sind, aber nicht mehr brennen, dann kann man auch ein wenig stolz sein, dass man sich der Nummer gestellt hat.

Unter Strich hatten wir Spaß. Weil alle, die an dem Wochenende vom 9. bis zum 12. April 2021 irgendwo auf unsere Strecke gerollt sind und ihr Ding durchgezogen haben, uns und viele andere beeindruckt haben. Klingt bekloppt, ist bekloppt, aber ist auch gut und wahr.

Nächstes Jahr wieder.

Danksagungen:
Dank an Rapha für die grandiose Aktion.
Dank an die vielen Teilnehmer und die vielen positiven Rückmeldungen.
Dank für die Fotos, die uns an euren Freuden und Leiden teilhaben ließen.
Dank an Uerige und die Hosen für die fünf Fässchen Hosen Hell, die noch auf ihre neuen Besitzer warten. Die Gewinner werden in den nächsten Tagen informieren.

Bis dahin ein kleiner Hinweis: wir ziehen um. Ab Sonntag. Kein Angst, es bleibt schick und es bleibt Mütze. Und es wird wieder ein Hinterhof. Am Anfang noch etwas rustikal, weil noch gut zu tun ist, aber wenn alles fertig ist, wirds schön. Versprochen. Wir freuen uns auf euch. Wir gucken mal, wann wir unsere neuen Türen zumindest für Click & Collect öffnen können, aber das teilen wir euch mit. Plan ist, zumindest am 22. oder 23. April wieder so weit zu sein. Wir werden euch per Social Media informieren. Und hier dann auch.

Schicke Mütze / Oststr.119 Hinterhaus / 40210 Düsseldorf

 

Fotos: Kerstin Kortekamp