Die große 2019 Genesis Show – Lieber fahren als hören…

Während man in Deutschland beim Namen Genesis eher an Peter Gabriel und Phil Collins denkt, ist die englische Marke Genesis Bikes im Heimatland wohlbekannt und hat unlängst durch den Sieg des Madison Genesis Teamfahrers Connor Swift bei den britischen Straßenmeisterschaften für Furore gesorgt. Wir in der Mütze sind seit jeher mehr von den Rädern als von der Band begeistert und haben uns über eine Einladung zur Präsentation der 2019er Modelle im Rahmen der Genesis Sportline Show gefreut. Und einen Fotoapparat mitgenommen…

Bei der Vorstellung der 2019er Kollektion in Milton Keynes nördlich von London gab es viel zu sehen. Einige Modelle, die bereits 2018 im Sortiment waren, neben brandneuen Rädern, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen. Ein großartiges Ergebnis unseres Besuchs in England ist, dass Genesis Bikes uns eine kleine Auswahl der Neuheiten für den 23. September zum “Rund um die Kö”-Rennen nach Düsseldorf schicken, wo wir neben den neusten Zero-SL-Modellen, die wir als erste auf dem europäischen Festland zeigen werden, auch ein aufgebautes Volare 931 in Edelstahl und Hi-End-Aufbau plus ein Original-Rad des Madison Genesis Pro Teams vor Ort haben.

Das populärste Genesis Modell in Deutschland ist das Croix de Fer, eine eierlegende Wollmichsau, die vor zehn Jahren aus einem Crosser entstand, der mit unterschiedlichsten Anlötteilen, Ösen und langstreckentauglicher Geometrie ausgestattet wurde und bereits nach einem Jahr die Welt umrundete. Das Rad darf heute als Vorreiter der Gravel-Szene angesehen werden und ist über die Jahre kontinuierlich in Details verbessert worden. Neben den unterschiedlich ausgestatteten Stahl-Versionen aus Reynolds 725 gibt es eine stilvolle Titan-Ausgabe mit Carbongabel und im Spätherbst ein neues Rahmenset aus Reynolds 835.

Doch abseits des Croix de Fer, das im Netz dank unzähliger Stränge mit Individualaufbauten gerade in der Bikepacking- und Gravelszene ein Klassiker ist, können Genesis Bikes mit vielen sportlichen Radmodellen überzeugen, die kreativ die unterschiedlichsten Anforderungen bedienen.  So zum Beispiel das Fugio, ein 650B Alleskönner mit breiten Reifen, der auf Waldautobahnen eine perfekte Figur abgibt. Oder das Equlibrium, ein mit Carbongabel als Felgenbrems- und Disc-Variante lieferbarer Langstreckenrenner aus Reynolds-Stahl. Als Teamfahrzeug in der Mütze kommt bekanntlich u.a. das Datum zum Einsatz, ein Disc-Carbonrenner für alle Gelegenheiten, der Reifenbreiten bis jenseits der 35mm erlaubt und dank cleverer Geo beim Schottern genau wie auf blankem Asphalt mit sportlichen Genen überzeugt. Brandneu modernisiert wurde der Crosser namens Vapour, der sowohl in Aluminium als auch Carbonversion bereits jetzt als erstes 2019er Modell lieferbar ist, mit einem Rahmen, der dank der leicht entschärften Sitzposition und ruhigem Radlauf sowohl Einsatz im Gelände als auch längere Touren möglich macht.

Wenn Genesis ins oberste Regal greifen, darf man sich über Räder wie den Pro-tauglichen Carbon-Boliden Zero und dem Zero SL für Weight Watchers oder die raceerprobten Stahlrenner Volare in Reynolds 853 und 931, jeweils klassisch mit Felgenbremse oder modern mit Disc ausgestattet, freuen. Leicht, stabil, vielseitig, dazu ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und ein eigenständiger Look machen die britischen Renner zu wirklichen Alternativen abseits der üblichen Verdächtigen auf dem deutschen Markt.

Neben den Genesis-Krachern haben uns in Milton Keynes die Räder der aus der MTB-Welt kommenden Schwestermarke Saracen begeistert. Eine Proberunde mit dem LEVARG mit Alurahmen und 650B Bereifung konnte ebenso überzeugen wie das Hack, ein moderner Alu-Schotterrenner, den es in unterschiedlichen Ausstattungen gibt. Wir werden sicherlich bald auch mal ein Saracen in der Mütze begrüßen können, lasst euch überraschen.