Gelitten wird morgen – Rapha und das Peloton des Lächelns

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„Wenn man mal keinen Bock hat zu fahren, guckt man sich ein Rapha-Video an und man will sofort aufs Rad. Ne bessere Motivation gibt’s kaum. Heute waren wir alle Teil von sowas, in der Realität. Besser geht’s nicht.“

So ein Kompliment darf man mal sacken lassen. Wenn sich Mitfahrer im Rahmen unserer Streckenplanung und Organisation in Rapha-Videos gebeamt fühlen, ist das ja schon ein Wort. Wobei das Wetter sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen hat. Und dafür konnten wir wirklich nix.

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Bereits am frühen Morgen zeigte sich der Frühling von seiner sommerlichsten Seite. Der Rapha-Bus stand in der Toreinfahrt und die ersten Gäste kamen pünktlich in den Hof der Mütze gerollt. Die Wände füllten sich mit Rädern, Hi-Tech und Minimalismus, L’Eroica-Maschine und Ritte, KurierSinglespeed neben 6,5 kg Carbonboliden. Lustig zu sehen, wie vielfältig die MitfahrerInnen im Jahr 2 der Mütze sind: Ob von Kopf bis Fuß in Rapha gekleidet oder kunterbunt im sponsorengeschmückten Team-Outfit der trashigsten 80er, alles dabei, alles feixt, lacht und hat Spaß. Und genießt die Zeit bis zum Start mit hausgemachter Zitronenlimonade, Kaffee und Kuchen.

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In der Werkstatt wurden noch kleine Wehwehchen einzelner Räder beseitigt, Reifen pumpen, Schaltung einstellen, irgendwas knarzt immer. Fast pünktlich ging es nach knapper Ansprache zu Strecke und Regeln durchs Tor hinaus auf die Düsseldorfer Straßen. Die ersten Kilometer durch die Stadt wurden dank origineller Ampelschaltung zu einem „Stopp’n‘ go’n’stopp’n’go“-Stakkato von 75 Pedalen. Schönes Geräusch, wenn so ein ganzer Trupp gleichzeitig rein oder raus klickt. Einmal raus aus der Innenstadt ging es dann flott: Grafenberg, Gerresheim, Hubbelrath – Düsseldorf von einer für Radfahrer sehr schönen Seite, Gassen und Serpentinen wie fürs oben angesprochene Rapha-Video.

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Weiter über Wirtschaftswege Richtung Ratingen, flott die Rampen rauf und wieder runter, gelbe Felder, grüne Felder und Blicke bis zum Horizont. Einige plauderten locker weiter, andere atmeten schwer, die richtige Dosierung im Tempo war jetzt wichtig, damit alle ihren Spaß hatten. In Heiligenhaus dann der Koloss von Rapha Bus und das Rapha Mobile Cycle Club Europe Team, bestehend aus Tess, Aimar und Mitchell (Cheers buddies, thanx for all). Einige Fahrer machten sofort Pause, der Großteil des Pelotons zog jedoch weiter, noch eine kleine Schleife bis Wülfrath dranhängen, bevor die Pause beim zweiten Stopp am Bus mit Obst, Wasser, Espresso und guter Laune genossen wurde.

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Aufgefrischt und guter Dinge rollte das Grupetto weiter. Noch ein paar Anstiege, dann verschaffte uns eine gerissene Kette eine kleine schattige Ruhepause im Wald. Es folgten eine gediegen-kaputte Folterstrecke für jedes sensible Laufrad, lange flache Abschnitte, kleine Seitenstraßen zwischen Ratingen, Mülheim und Duisburg, perfekt, um das Tempo wieder etwas anzuziehen. Via Kalkum, Kaiserswerth, Lohausen ging es dann über die Messe Richtung Düsseldorfer Innenstadt. Eigentlich fehlte jetzt noch unser Kracher, aber manchmal kommt es halt anders als man denkt.

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Als die Rapha Crew im letzten Jahr zu Besuch in Düsseldorf war, kam der Wunsch nach einem guten Altbier auf. In diesem Jahr wollten wir daher Nägel mit Köpfen machen und direkt mit dem gesamten Peloton unserer liebsten Hausbrauerei, dem Uerige, einen Besuch abstatten. Ein Bier und dann ab über das Kopfsteinpflaster der Altstadt und zur Mütze, so der brillante Plan. Allerdings konnten wir nicht mit diversen Demos in Düsseldorf rechnen. Und nicht damit, dass dadurch die gesamte Innenstadt hoffnungslos verstopft war. Der Heimweg versperrt, da blieb nur ein Ausflug über den Rhein nach Oberkassel, nicht ohne die Teilnehmer der gekürzten Sternfahrt auf der anderen Seite der Brücke zu grüßen. Die Idee, dass man gleich ein gekühltes Bier in der Hand haben wird, kann ein fulminanter Motor sein, vor allem für ein leicht gerötetes Peloton, das knappe fünf Stunden Sonne genießen durfte. Somit vergingen die letzten Meter wie im Flug. Über Radwege, Brückenauffahrten und Einkaufsstraßen zur Mütze.

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Die Café-Crew hatten Samstag und Sonntag damit verbracht, extrem leckere Gerichte aus dem empfehlenswerten Grand Tour Kochbuch von Hannah Grant zu zaubern, ein Tipp für alle Radsportler mit Gourmetambitionen oder Menschen, die einfach Lust haben, gesund zu essen. Eiskalte Fassbrausen und Biere, ein schattiges Plätzchen auf dem Innenhof, Füße hoch und einfach mit den Mitfahrern plaudern: so klang der Nachmittag wunderbar entspannt aus.

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Das große Danach: Es freut uns, dass die Zusammenarbeit mit Rapha und vor allem Dirk so schön Hand in Hand geht. Wir haben Spaß, wenn unzählige MitfahrerInnen danach sagen, dass sie den Tag genossen haben. Wir grinsen, wenn die Crew von den Roadpunx vom Klo geflasht ist und wir sind stolz, weil so viele einfach mal helfen, den Tag so rund zu machen. Jetzt blicken wir gespannt und guter Dinge nach vorne, weil die ganze Radsportwelt in einem guten Jahr nach Düsseldorf guckt. Und wir arbeiten daran, dass wir auf dem Weg dahin weiter so tolle Tage erleben dürfen, in der Mütze, auf dem Rad, in Düsseldorf.

Da rollt was auf uns zu. Kette rechts, es geht weiter…

Eure Mützen.

 

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